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Wie man in den Wald ruft, so schallt es zurück“. Auf Englisch heißt es: „Garbage in is garbage out“. Die Bedeutung dieser Redensarten? Die Qualität des Inputs bestimmt die Qualität des Ergebnisses. Schludrige Recherchen ergeben unbrauchbare Ergebnisse und schlechte Zutaten führen zu einem ungenießbaren Gericht. Eine positive Grundhaltung sorgt für gute Stimmung beim Gegenüber. In der Komunikation mit Kunden ist sie ein Erfolgsversprochen. Trotzdem gelingt sie oft nicht und dafür gibt es gute Gründe.

Was verhindert eine positive Haltung?

Ich habe hier einige wichtige Gründe zusammengetragen, die mir immer wieder begegnen:

  • Eine negative Beziehung zum Vorgesetzten ist eine Riesenbremse. Laut Forschung ist es der häufigste Grund für eine Kündigung.
  • Routine führt nicht selten dazu, dass die Freude an der Arbeit verloren geht. Irgendwann hört man immer nur noch dieselben Fragen und verliert die Gabe, das Neue und Schöne in jedem Kontakt zu sehen.
  • Bürokratie und Hierarchie: Komplizierte Arbeitsabläufe und Prozesse, lange Entscheidungswege, wenn Entscheidungen nicht transparent und nicht nachvollziehbar sind.
  • Negatives Arbeitsklima: wenn Dinge unklar sind, wenn Menschen meckern, Sachen abschieben, man hinter Rücken redet.
  • Ängste, allen voran die Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren.

Was Sie für eine positive Haltung tun können

Wer Wertschätzung empfindet, gibt diese normalerweise auch weiter. Denn wir Menschen lernen an Vorbildern – das ist evolutionspsychologisch nachgewiesen. Darwin erklärte, wie wir unser Verhalten anpassen an das Verhalten der Stammesstärksten, um das eigene Überleben sicher zu stellen. Es braucht also ein positives Vorbild, um eine positive Grundstimmung und Erfolg im Team zu erzielen. Doch Teamleiter und Führungskräfte sind auch nur Menschen, die mal schlechte Laune haben. Überdies sind sie häufig besonders großem Stress ausgesetzt.

Wie können Sie trotzem für eine positive Haltung sorgen? Albert Schweitzer bringt es auf den Punkt: “Wir werden nicht glücklich, weil wir erfolgreich sind, sondern wir werden erfolgreich, weil wir Glück empfinden“. Jetzt ist es ja mittlerweile kein Geheimnis mehr, was Menschen glücklich macht. Ganz oben auf der Liste: Positive Beziehungen zu anderen Menschen. Eines unserer größten Bedürfnisse als Mensch ist Zughörigkeit und und Anerkennung. Diesen Wunsch können sich Menschen am Arbeitsplatz tagtäglich gegenseitig erfüllen. Zum Beispiel kann ich als Vorgesetzte meinen Mitarbeitern jeden Tag ein ernst gemeintes, persönliches Kompliment für ihre Arbeit machen. Oder ich kann Mitarbeiter um ihre Meinung und ihren Rat fragen und wirkich aufmerksam zuhören. Ich kann mich bedanken für die Unterstützung, die ich erhalte. Selbst wenn ich es gar nicht ausspreche, sondern nur fühle, wird meine Ausstrahlung positiv auf andere wirken.

Richten Sie sich und andere auf!

Haltung hat natürlich auch ganz viel mit Haltung zu tun und damit meine ich die Sprache des Körpers. Achten Sie einmal darauf, welche Haltung Sie einnehmen, denn das bestimmt Ihre Gefühle und sogar Ihren Erfolg. Stehen Sie offen und zugewandt? Strahlen Sie Herzlichkeit aus, vielleicht sogar Begeisterung? Es ist kein Zufall, dass im Deutschen die Wörter für Köperhaltungen und Geisteshaltungen häufig ein und dieselben sind, denn beides hängt untrennbar miteinander zusammen. Aufrichtigkeit: Eigene Fehler zugeben, ehrlich sein, es wagen, man selbst zu sein – das sind Eigenschaften, die Menschen bei Vorgesetzten schätzen. Sie können das ganze Betriebsklima verändern. Sie schaffen ein Umfeld, indem Menschen sich trauen, sich auszuprobieren um zu wachsen oder vielleicht auch mal zu scheitern. Nur so können persönliche und Mannschaftserfolge entstehen.

Man wird, was man denkt

„Eine Person mit guten Gedanken, kann nie im Leben hässlich sein. Du kannst eine wackelige Nase haben und einen schiefen Mund und ein Doppelkinn und abstehende Hasenzähne, aber wenn du gute Gedanken hast, werden diese wie Sonnenstrahlen aus deinem Gesicht leuchten und du wirst immer entzückend aussehen“, schreibt der weltbekannte britische Schriftsteller Sir Roald Dahl. Schauen Sie sich die bezaubernde Illustration dazu hier an. Doch gutes Aussehen ist nur ein Effekt von guten Gedanken. Zahlreiche Studien wiesen nach, dass Menschen, die sich von positiven Gefühlen leiten lassen, bessere Problemlösungskompetenzen an den Tag legen als Probanden, die schlecht gestimmt sind. Weitere Effekte: Sie leben gesünder, bleiben gesünder und lernen besser. Positives Denken heißt allerdings nicht, sich zu zwingen, alles positiv zu sehen. Das löst nur Stress aus und macht auf Dauer sogar unglücklich. Vielmehr geht es um die Kunst, sich mit dem zu verbinden und das zu stärken, was uns im Arbeitsleben erfüllt und glücklich und erfolgreich macht.

Bildnachweise: Amanda Jones und Alexander Bracken in Unsplash

 

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